Kompensation des Temperaturfehlers um 80-90%

ATC Technolgie Druckmittlerschnitt
Schemazeichnung Druckmittlersystem mit ATC

Mittels Druckmittlersystemen lässt sich für fast jede Druckmessaufgabe eine Lösung finden. Nachteilig dabei ist, dass ein Messfehler durch den Einfluss der Prozesstemperatur auftreten kann. Durch die Prozesswärme dehnt sich die Druckübertragungsflüssigkeit und lenkt die Trennmembran aus. Abhängig von deren Steifigkeit erzeugt diese eine Rückstellkraft, die als Fehler in die Druckmessung eingeht.

Um die Nachteile der bestehenden Verfahren zu beseitigen, hat LABOM ein weiterführendes Kompensationsverfahren entwickelt und implementiert. Bei der ATC-Technologie (ATC = Active Temperature Compensation) wird mit einem zusätzlichen Temperatursensor die Temperatur der Druckübertragungsflüssigkeit erfasst. Dieser Sensor ist dabei so nah wie möglich an der Trennmembran platziert und erfasst in guter Näherung die Temperatur der Flüssigkeit hinter der Trennmenbran.

Die daraus resultierenden Messfehler lassen sich somit rechnerisch korrigieren, da die Temperaturen der bedeutenden Flüssigkeitsmengen im System (hinter der Membran und vor dem Sensor) bekannt sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass sich dank dieses Verfahrens der Temperaturfehler im stationären Zustand bei kleinen Druckmittlern um 80-90% reduzieren lässt. Zusammen mit einer hohen Genauigkeit des Druckmessgerätes lassen sich so hochpräzise Druckmessungen realisieren.

Geräte mit ATC-Technologie