Milchrohrverschraubung

Diese Form des Prozessanschlusses, definiert in der deutschen Norm DIN 11851, wurde ursprünglich für den Einsatz im Molkereiumfeld entwickelt. Mit dieser Konstruktionsform können auch die hygienischen Anforderungen der Nahrungsmittel- sowie der pharmazeutischen und chemischen Industrie abgedeckt werden. Deshalb kommt die Milchrohrverschraubung inzwischen auch in diesen Branchen zum Einsatz. Die Milchrohrverschraubung wurde entwickelt, um den Milchschlauch und das Milchrohr zu verbinden.

An eine Milchrohrverschraubung bzw. allgemein an Verschraubungen in der Lebensmittelindustrie werden einige Anforderungen gestellt. Das Material muss hygienisch unbedenklich sein und darf nicht rosten. Die Bauteile müssen leicht zu reinigen sein. Und natürlich muss die Verschraubung dicht sein, damit weder Bakterien und Schmutz nach innen, noch die transportierte Flüssigkeit nach außen gelangen können.

Dementsprechend sind die Verschraubungsteile aus Edelstahl (V2A oder V4A) gefertigt. Das Gewinde ist ein metrisches Rundgewinde nach DIN 405. Es weist grobe und abgerundete Flanken auf. Dadurch können sich Verunreinigungen kaum in das Gewinde setzen und es lässt sich gut reinigen.

Die beiden zu verschraubenden Stutzen haben eine kegelige Passung nach DIN 11851, die die Dichtheit gewährleistet. Zusätzlich wird eine elastische Dichtung eingelegt. Das Material der Dichtung richtet sich nach dem Medium, dass über die Milchrohrverschraubung transportiert wird. Üblich sind zum Beispiel Silikon oder NBR.

Bei dem Schlauchstutzen kann es sich um einen glatten oder um einen Rillenstutzen handeln, auf den das Schlauchende aufgeschoben und verpresst oder mit Klemmschalen befestigt wird. Der Rohrstutzen ist mit Außengewinde zum Einschauben in das Rohr versehen oder als Anschweißstutzen gestaltet. Die feste Verbindung beider Stutzen erfolgt mit einer Überwurfmutter mit Quernuten für den Hakenschlüssel. Zum Verschließen eines Schlauch- oder Rohrendes sind zum System passende Schraubkappen erhältlich.

Zurück