Messbereich

Die Norm DIN 1319 definiert den Messbereich als denjenigen Bereich einer Messgröße, in dem die Messabweichungen eines Messgeräts innerhalb definierter Grenzen bleiben. Nicht immer stimmt der Messbereich eines Messgeräts mit seinem Anzeigebereich überein. Es kann sein, dass die Skala auch Werte anzeigen kann, die außerhalb der Grenzen des Messbereichs liegen. In diesem Fall müssen die Messbereichsgrenzen nach den Vorschriften der Norm EN 60051 klar gekennzeichnet sein.

Der Messbereich einer Messvorrichtung ist davon abhängig, mit welcher Messmethode bzw. mit welchem Messelement gearbeitet wird. Zum Beispiel wird für die industrielle Temperaturmessung häufig ein Messelement aus Platin verwendet. Der elektrische Widerstand von Platin ist abhängig von der Temperatur und diese Abhängigkeit ist über einen weiten Temperaturbereich nahezu linear. Solche Temperaturmesselemente nennt man Widerstandsthermometer.

Allerdings spielt auch die Reinheit des verwendeten Platins eine Rolle. Ein Messelement aus hochreinem Platin kann für einen Temperaturbereich von -196 bis + 600 °C eingesetzt werden. In diesem Bereich sind die Abweichungen des gemessenen Temperaturwertes vom tatsächlichen Wert minimal. Dieser Temperaturbereich entspricht dem Messbereich dieses Platin-Messelementes. Bei weniger reinem Platin ist der Temperaturbereich, in dem die Abweichungen noch akzeptabel sind, wesentlich kleiner. Damit ist auch der Messbereich wesentlich kleiner, als bei dem erstgenannten Messelement. Dennoch können diese beiden Messelemente auch Temperaturen ausgesetzt werden, die außerhalb der festgelegten Temperaturbereiche liegen. Aber der dabei generierte Messwert hätte nicht die geforderte Genauigkeit, die Abweichung vom tatsächlichen Temperaturwert wäre zu groß.

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