Differenzdruck

Der Differenzdruck ist der Unterschied zwischen zwei Drücken. Indem man in einem Rohr beispielsweise den Druckunterschied vor und nach einem Strömungselement misst, kann man den Volumendurchfluss bestimmen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Messung des Drucks vor und nach einem Filter.

Bei der Differenzdruckmessung werden 2 Drücke erfasst und deren Differenzwert als Messergebnis ausgegeben. Es sind also nicht die beiden einzelnen Druckwerte von Interesse, sondern nur deren Differenz. Ein Anwendungsbeispiel für eine solche Messung ist die Filterüberwachung bei großen lufttechnischen oder Klimaanlagen. Hier werden die herrschenden Luftdrücke vor und hinter dem Luftfilterpaket betrachtet. Die Filter haben die Aufgabe, Staubpartikel aus der Luft herauszufiltern. Dabei setzen sie sich mit der Zeit zu und lassen weniger Luft durch. Der Druck hinter dem Filter sinkt bzw. die Differenz zwischen den Drücken vor und nach dem Filter wird größer. In der Regel legt der Filterhersteller fest, bei welchem Differenzdruckwert die Filter auszuwechseln sind.

In diesem Anwendungsbeispiel hat die Differenzdruckmessung nicht nur Bedeutung für die Bestimmung des richtigen Zeitpunkts für den Filtertausch. Um auch bei sich langsam zusetzenden Filtern den notwendigen Luftvolumenstrom zu gewährleisten, muss die Drehzahl des Ventilators und damit dessen Förderleistung erhöht werden. Auch das kann automatisch mit dem Differenzdruck als Führungsgröße erfolgen.

Herzstück solcher Regelkreise sind spezielle Differenzdrucksensoren zur Differenzdruckmessung. Sie arbeiten oft entweder piezoelektrisch (Erzeugung einer Spannung in einem Kristall durch Druck) oder piezoresistiv (Änderung des elektrischen Widerstands entsprechender Materialien bei Druck oder Zug). Differenzdrucksensoren zur Differenzdruckmessung sind heute für sehr unterschiedliche Messbereiche, Medien und Anwendungen erhältlich.

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