Containment-Lösungen

Der Begriff Containment lässt sich mit Einkapseln oder Eindämmen übersetzen. In der Prozesstechnik werden nahezu hermetisch dichte Produktionsanlagen als Containment-Systeme bezeichnet. Im Kern geht es bei Containment-Lösungen darum, einerseits das Entweichen von Stoffen aus der Produktionsanlage zu verhindern und so das Bedienpersonal zu schützen. Andererseits soll die Kontamination des Produktionsprozesses durch Stoffe aus der Umgebung verhindert werden.

Besonders in der Pharma-Industrie sind Containment-Systeme auf dem Vormarsch. Der Grund liegt darin, dass immer mehr hochwirksame Stoffe entwickelt werden, die schon in sehr geringer Konzentration für das Bedienpersonal der Produktionsanlagen gefährlich werden können. Die entsprechende Containment-Lösung umfasst nicht nur den Produktionsprozess selbst, sondern auch die Befüllung der Anlage mit den Ausgangsstoffen und die Entnahme und Verpackung des fertigen Produktes.

Die Containment-Systeme, die die Fertigungsanlagen darstellen, bestehen immer aus mehreren Baugruppen, die miteinander verbunden werden müssen. Jeder dieser Prozessanschlüsse ist eine potenzielle Gefahrenstelle für Undichtheiten. Eine grundlegende Maßnahme ist daher, bereits in der Konstruktion der Containment-Lösungen so wenige Schnittstellen wie möglich vorzusehen. Diese Schnittstellen müssen nicht nur höchstmögliche Dichtheit aufweisen. Es muss sich auch um totraumfreie Prozessanschlüsse handeln. Damit ist gemeint, dass die Anschlüsse so konstruiert und gefertigt sein müssen, dass sie keine Möglichkeit für die Anhaftung der im Prozess befindlichen Stoffe bieten. Damit wird gewährleistet, dass bei den regelmäßigen Reinigungsvorgängen keine Reste der Ausgangsstoffe und Produkte in der Anlage verbleiben und den nachfolgenden Produktionsprozess verunreinigen.

Neben den Verbindungen der einzelnen Anlagenteile untereinander gibt es noch weitere Schnittstellen, die den Dichtheitsanforderungen der Anlage entsprechen müssen. Das sind zum Beispiel Probeentnahmestellen und die Anschlüsse messtechnischer Einrichtungen. Auch hier muss gewährleistet sein, dass diese Verbindungen als totraumfreie Prozesssanschlüsse ausgeführt sind. Zum Beispiel werden zum Anschluss von Manometern an Containment-Systemen Druckmittler in HYGIENIC-Ausführung eingesetzt, die über totraumfreie Prozessanschlüsse verfügen und die geforderte Dichtheit gewährleisten.

Labom bietet einige Geräte für die totraumfreie Druckmessung an:

In einem Projekt von Labom wurde bereits folgendes Gerät eingesetzt:

https://www.labom.com/de/produkt/druck/df1110.html

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